Unter der Lupe II
Das Mittelfeld. Vielleicht der wichtigste Mannschaftsteil, steht er doch zumeist in der Mitte des Platzes im Mittelpunkt des Geschehens. In der abgelaufenen Saison lief es nicht besonders rund für die Frankfurter Abteilung Spielgestaltung. Bei den Defensiveren waren ständig einer oder mehrere verletzt oder aus anderen Gründen nicht Spielbereit, einzige Konstante war das Huggel’sche Phlegma. Alex Meier, der hinter den Spitzen die Fäden ziehen und letzten Pässe spielen sollte, konnte sich auf dieser Position nicht durchsetzen. Streit gab es ein halbes Jahr nicht, Alternativen wie Köhler oder Preuss konnten auch keine Konstanz ins Spiel oder System bringen. Positiv war, dass sich die Spieler in einigen entscheidenden Spielen auf gutes Positionsspiel, schnelles weiterleiten der Bälle und natürlich Kampfbereitschaft besinnen konnten.
Nun weiter zum aktuellen Kader, der unsere Zukunft gestaltet:
Inamoto. Den Namen hatte ich schon mal gehört, bewusst spielen sehen aber weder bei der WM noch bei einem der zahlreichen Vereinen, bei denen er wohl gewesen ist. Von der Frankfurter Presse wurde er als inoffizieller Jones-Nachfolger eingeführt. Dynamisch, schnell und dominant im Zweikampf soll er demnach sein, das wäre wunderbar und genau die Verstärkung, die die Eintracht auf der viel zitierten Position Nummer 6 braucht. Bei einem 1,70 großen Japaner erscheint es jedoch ratsam abzuwarten, wie stark er sich dann tatsächlich auf dem Spielfeld in der Bundesliga in Szene setzen kann.
Mahdavikia. Vor ein paar Jahren war angeblich mal Manchester United interessiert. In den letzten zwei Jahren hatte es beim HSV meistens nur noch zum Einwechselspieler gereicht. Genügend Erfahrung, um das Team zu verstärken, bringt er jedoch mit, und als Kämpfer und Wusler auf der rechten Seite (Nicht wie, Schoppe inne Kopp, gestern fälschlicherweise behauptet Links) kann er hoffentlich immer wieder mal gefährliche Situationen verursachen.
Streit. Erstaunlicherweise immer noch da. Die Schalker müssen wirklich in ernsten Geldproblemen stecken, wenn sie trotz Gazprom die paar läppischen Kröten nicht locker machen konnten. Hoffentlich spielt er diese Saison auch die Rückrunde.
Meier. Wenn er dieses Jahr die Möglichkeit bekommt, seine Rolle als Spielmacher auszufüllen, dann sollte er sie nutzen. Manchmal, nur viel zu selten, spielt er den richtigen Pass im richtigen Moment. Andernfalls bleibt zu hoffen, dass er sich in seiner Funktion als Strafraumspieler findet: Hinten Bälle rausköpfen, dann schnell(!!!) auf die andere Seite des Platzes und den Fuß hinhalten. Beides kann er ziemlich gut, viele seiner Tore erinnern wirklich an Jörn Andersen oder Lothar Sippel. Das wäre nicht schlecht...
Fink. Bisher eine Enttäuschung. Anfangs von einem Bruch des großen Zehs zurückgeworfen, konnte er nicht an die Leistungen aus Bielefeld anknüpfen, in der Offensive keinen Einfluss nehmen und war auch in seiner Funktion als Defensivspieler oft nicht fehlerfrei. Nun scheint er sich gefangen zu haben und steht in der Startelf am Wochenende. Er muss Selbstbewusster und mit mehr Durchsetzungsvermögen aufspielen.
Preuss. Er war leider viel zu häufig von Blessuren geplagt, um sein unzweifelhaft vorhandenes Talent entfalten zu können. Seit seiner Rückkehr aus Bochum vor mittlerweile drei Jahren hat er so keine Stammposition für sich reklamieren können. Dieses Jahr könnte er Teil einer Doppel-6 spielen, theoretisch auch im rechten Mittelfeld oder als Rechtsverteidiger. Es wäre toll, wenn er sich für irgendeine Position wirklich gut spezialisieren könnte, wahrscheinlich wird er aber weiter Ergänzung bleiben.
Weissenberger. Mir ist er das einzige Mal richtig aufgefallen, als ich ihn auf der letztjährigen Saisoneröffnungsfeier für Copado gehalten habe. Auch der Trainer gesteht mittlerweile zu, dass er vor allen Dingen für die Stimmung in der Kabine, ähh, „Das Mannschaftsgefüge“ gut sei.
Köhler. Wird auch dieses Jahr meistens auf der Bank sitzen müssen, nachdem er als gelernter Stürmer schon zuletzt als Notnagel im defensiven Mittelfeld dienen musste. Vielleicht wird bei anhaltendem Verletzungspech mal wieder ein Platz im Angriff für ihn frei.
Chris: Hoffentlich wird er irgendwann wieder fit. In der Abwehr wäre er verschenkt, er muss jedoch deutlich schneller werden als in seinen wenigen Spielen in der letzten Saison.
Toski. Soweit ich weiß wollte er sich ab dieser Spielzeit Toska nennen, nachdem der im Frühjahr erfahren hat, dass seine Großeltern nach der Flucht aus Albanien ein a gegen ein i getauscht haben.
Um es einmal deutlich zu sagen: Die dem Frankfurter Niveau innewohnende Erwartungshaltung an das Mittelfeld ist, dass die Spieler den Ball mit einer gewissen Eleganz und Zielstrebigkeit in die Nähe des gegnerischen Strafraums bringen. Sollte die Eintracht in Bestbesetzung auflaufen können, so haben wir dieses Jahr zum ersten Mal seit langer Zeit die Akteure, denen das aufgrund ihres technischen Rüstzeugs ohne weiteres zuzutrauen ist. Vom System könnte es eine Umstellung geben, mit zwei Defensiven und zwei Außen wäre die Position von Meier/Weissenberger wegrationalisiert. Bei Meier kann ich mir vorstellen, dass er als hängende Spitze gut eingesetzt ist.
Jetzt ist es doch etwas länger geworden. Wer hier noch mitliest, dem sei Dank für die Aufmerksamkeit. Morgen geht’s weiter mit den Torjägern.
Nun weiter zum aktuellen Kader, der unsere Zukunft gestaltet:
Inamoto. Den Namen hatte ich schon mal gehört, bewusst spielen sehen aber weder bei der WM noch bei einem der zahlreichen Vereinen, bei denen er wohl gewesen ist. Von der Frankfurter Presse wurde er als inoffizieller Jones-Nachfolger eingeführt. Dynamisch, schnell und dominant im Zweikampf soll er demnach sein, das wäre wunderbar und genau die Verstärkung, die die Eintracht auf der viel zitierten Position Nummer 6 braucht. Bei einem 1,70 großen Japaner erscheint es jedoch ratsam abzuwarten, wie stark er sich dann tatsächlich auf dem Spielfeld in der Bundesliga in Szene setzen kann.
Mahdavikia. Vor ein paar Jahren war angeblich mal Manchester United interessiert. In den letzten zwei Jahren hatte es beim HSV meistens nur noch zum Einwechselspieler gereicht. Genügend Erfahrung, um das Team zu verstärken, bringt er jedoch mit, und als Kämpfer und Wusler auf der rechten Seite (Nicht wie, Schoppe inne Kopp, gestern fälschlicherweise behauptet Links) kann er hoffentlich immer wieder mal gefährliche Situationen verursachen.
Streit. Erstaunlicherweise immer noch da. Die Schalker müssen wirklich in ernsten Geldproblemen stecken, wenn sie trotz Gazprom die paar läppischen Kröten nicht locker machen konnten. Hoffentlich spielt er diese Saison auch die Rückrunde.
Meier. Wenn er dieses Jahr die Möglichkeit bekommt, seine Rolle als Spielmacher auszufüllen, dann sollte er sie nutzen. Manchmal, nur viel zu selten, spielt er den richtigen Pass im richtigen Moment. Andernfalls bleibt zu hoffen, dass er sich in seiner Funktion als Strafraumspieler findet: Hinten Bälle rausköpfen, dann schnell(!!!) auf die andere Seite des Platzes und den Fuß hinhalten. Beides kann er ziemlich gut, viele seiner Tore erinnern wirklich an Jörn Andersen oder Lothar Sippel. Das wäre nicht schlecht...
Fink. Bisher eine Enttäuschung. Anfangs von einem Bruch des großen Zehs zurückgeworfen, konnte er nicht an die Leistungen aus Bielefeld anknüpfen, in der Offensive keinen Einfluss nehmen und war auch in seiner Funktion als Defensivspieler oft nicht fehlerfrei. Nun scheint er sich gefangen zu haben und steht in der Startelf am Wochenende. Er muss Selbstbewusster und mit mehr Durchsetzungsvermögen aufspielen.
Preuss. Er war leider viel zu häufig von Blessuren geplagt, um sein unzweifelhaft vorhandenes Talent entfalten zu können. Seit seiner Rückkehr aus Bochum vor mittlerweile drei Jahren hat er so keine Stammposition für sich reklamieren können. Dieses Jahr könnte er Teil einer Doppel-6 spielen, theoretisch auch im rechten Mittelfeld oder als Rechtsverteidiger. Es wäre toll, wenn er sich für irgendeine Position wirklich gut spezialisieren könnte, wahrscheinlich wird er aber weiter Ergänzung bleiben.
Weissenberger. Mir ist er das einzige Mal richtig aufgefallen, als ich ihn auf der letztjährigen Saisoneröffnungsfeier für Copado gehalten habe. Auch der Trainer gesteht mittlerweile zu, dass er vor allen Dingen für die Stimmung in der Kabine, ähh, „Das Mannschaftsgefüge“ gut sei.
Köhler. Wird auch dieses Jahr meistens auf der Bank sitzen müssen, nachdem er als gelernter Stürmer schon zuletzt als Notnagel im defensiven Mittelfeld dienen musste. Vielleicht wird bei anhaltendem Verletzungspech mal wieder ein Platz im Angriff für ihn frei.
Chris: Hoffentlich wird er irgendwann wieder fit. In der Abwehr wäre er verschenkt, er muss jedoch deutlich schneller werden als in seinen wenigen Spielen in der letzten Saison.
Toski. Soweit ich weiß wollte er sich ab dieser Spielzeit Toska nennen, nachdem der im Frühjahr erfahren hat, dass seine Großeltern nach der Flucht aus Albanien ein a gegen ein i getauscht haben.
Um es einmal deutlich zu sagen: Die dem Frankfurter Niveau innewohnende Erwartungshaltung an das Mittelfeld ist, dass die Spieler den Ball mit einer gewissen Eleganz und Zielstrebigkeit in die Nähe des gegnerischen Strafraums bringen. Sollte die Eintracht in Bestbesetzung auflaufen können, so haben wir dieses Jahr zum ersten Mal seit langer Zeit die Akteure, denen das aufgrund ihres technischen Rüstzeugs ohne weiteres zuzutrauen ist. Vom System könnte es eine Umstellung geben, mit zwei Defensiven und zwei Außen wäre die Position von Meier/Weissenberger wegrationalisiert. Bei Meier kann ich mir vorstellen, dass er als hängende Spitze gut eingesetzt ist.
Jetzt ist es doch etwas länger geworden. Wer hier noch mitliest, dem sei Dank für die Aufmerksamkeit. Morgen geht’s weiter mit den Torjägern.
frankfurterniveau - 9. Aug, 10:22